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Die Finanzwissenschaft ist die Lehre von der öffentlichen Wirtschaft und
beschäftigt sich vor allem mit den Aktivitäten des Staates, die sich in Einnahmen
und Ausgaben der öffentlichen Haushalte niederschlagen. Im Mittelpunkt stehen
dabei die Haushalte der Gebietskörperschaften (Bund, Länder und Gemeinden) und der
sog. Parafisci (z.B. Sozialversicherungsträger), aber auch von internationalen
Organisationen (z.B. EU).
Im einzelnen werden analysiert:
- die Gründe staatlicher Tätigkeit in einem marktwirtschaftlichen System,
- die daraus abgeleiteten Ziele und Aufgaben des Staates in
den Bereichen Allokation, Distribution und Stabilisierung,
- die Formen öffentlicher Ausgaben und Einnahmen und deren
mikro- und makroökonomische Wirkungen.
Auch die institutionellen Bedingungen der ökonomischen Aktivitäten des Staates
sind Untersuchungsobjekte der Finanzwissenschaft. Hierbei stehen die Methoden
der Haushalts- und Finanzplanung, die Ausgestaltung des Steuersystems, die
Regelungen der Kreditaufnahme und die Verteilung der Aufgaben, Ausgaben und
Einnahmen im föderativen Staatsaufbau im Mittelpunkt.
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